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Öffentlichkeit sieht möglichen Deal kritisch
Der Renault-Verwaltungsrat will an diesem Dienstag (4.6.) erneut über die Fusionsofferte von Fiat Chrysler (FCA) beraten. Das bestätigte der Hersteller am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris auf Anfrage.
Fiat Chrysler hatte zu Wochenbeginn sein Ansinnen mitgeteilt, mit Renault zu fusionieren und zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufzusteigen. Der neue Gigant würde die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. Am Dienstag könnte die Entscheidung fallen, förmliche Gespräche aufzunehmen, hieß es nun in Frankreich.
Die von Fiat Chrysler angepeilte Fusion mit Renault steht offenbar unmittelbar bevor. Einem Bericht von „Bloomberg“ zufolge wollen die Franzosen dem FCA-Angebot in der kommenden Woche zustimmen. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Chef des neuen Auto-Riesen soll demnach der aktuelle Renault-Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard werden. Der 66-Jährige befinde sich aktuell in Tokio, um Renaults Allianz-Partner Nissan und Mitsubishi in die Pläne einzuweihen. Eine Fusion zwischen Renault und Nissan, über die zuletzt spekuliert wurde, soll vorerst keine Option sein. Senard wolle bei den Japanern aber dafür werben, die Kräfte mit FCA zu bündeln. Bei Nissan zeige man sich dem Bericht zufolge durchaus gesprächsbereit.
Sollten Renault und FCA tatsächlich fusionieren, entstünde ein Auto-Gigant mit einem Absatz von zuletzt rund 8,7 Millionen Neuwagen im Jahr. Kämen die japanischen Allianzpartner der Franzosen, Nissan und Mitsubishi, hinzu, läge das Volumen gar bei mehr als 15 Millionen Einheiten.
In der Öffentlichkeit gibt es jedoch Vorbehalte gegen den möglichen Milliardendeal. Die angesehene Tageszeitung „Le Monde“ kritisierte, die Beteiligung von rund 43 Prozent an dem japanischen Renault-Partner Nissan werde mit „quasi Null“ bewertet. „FCA übernimmt die Kontrolle des Japaners (Nissan) für einen Teller Linsen“, schrieb das Blatt.
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