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21. November 2018
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Der Autobauer Fiat Chrysler will seine Zuliefertochter Magneti Marelli für 6,2 Milliarden Euro an den japanischen Rivalen Calsonic Kansei verkaufen. Mit einem Umsatz von 15,2 Milliarden Euro im Jahr entstehe damit die Nummer Sieben weltweit in der Branche, erklärten die Konzerne am Montag gemeinsam in London. Mit einem Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2019 gerechnet, wenn die Behörden zustimmen, hieß es weiter. Fiat-Chrysler-Aktien legten im frühen Handel um fast fünf Prozent zu.
Fiat-Chrysler-Chef Mike Manley sagte, der neue Zulieferer werde weiter zu den wichtigsten Geschäftspartnern des italo-amerikanischen Herstellers gehören. Für Manley ist es der erste größere Deal, seit er kurz vor dem Tod des langjährigen Chefs Sergio Marchionne im Juli das Ruder bei Fiat Chrysler übernommen hatte.
Marchionne hatte lange favorisiert, Magneti Marelli als reines sogenanntes „Spin-off“ abzuspalten und die Anteile daran an die Fiat-Chrysler-Aktionäre zu verteilen. Für eine Notiz an der Mailänder Börse verdüsterten sich aber jüngst die Bedingungen, weil die Kurse rund um den Globus infolge des Handelsstreits zwischen China und den USA unter Druck gerieten.
„Unsere Industrie hat in den jüngsten Jahren einen scharfen Wandel mitgemacht, und die Phase vor uns wird sogar noch dynamischer sein“, sagte Calsonic-Chef Beda Bolzenius. Die beiden Anbieter ergänzten sich sowohl bei den Märkten als auch den Produkten. Calsonic Kansei war im vergangenen Jahr vom US-Finanzinvestor KKR übernommen worden. Zuvor gehörten die Japaner zu großen Teilen zum Autobauer Nissan, die Allianz aus Nissan, Renault und Mitsubishi ist größter Kunde.
Zulieferer stehen im Umbruch der Autoindustrie zunehmend unter Druck, ihr Geschäftsmodell auf die Zukunft auszurichten. Die Japaner von Calsonic stellen vorwiegend Hitzeschilde und Abgassysteme her, Magneti Marelli ist unter anderem bei Antriebssträngen und auch in der Abgasnachbereitung im Geschäft. Die Italiener sind daneben aber auch stark bei Licht und Elektronik und im Motorsport vertreten.
Sollten die Elektroantriebe in Zukunft so stark gefragt sein wie von den Autobauern erwartet, hätten Bereiche rund um den Verbrennungsmotor in der Branche keine große Zukunft mehr. Große Autokonzerne wie Volkswagen, Daimler und BMW rechnen Mitte des kommenden Jahrzehnts mit einem Elektro-Marktanteil von bis zu einem Viertel, teils sogar darüber.
Auch andere in der Branche haben schon Schritte beschlossen, sich darauf vorzubereiten - auch um den unterschiedlichen Erwartungen von Investoren an die Geschäftsfelder gerecht zu werden. Der weltweit zweitgrößte Autozulieferer Continental spaltet seine Antriebssparte ab und will sie an die Börse bringen, um sich selbst so stärker auf Elektronik, Sensoren und Software konzentrieren zu können. Konkurrent Delphi hatte seine Technologiesparte unter dem Namen Aptiv abgetrennt und an die Börse gebracht.
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