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Franzose übernimmt Führung des Autobauers zum 4. April
Nicolas Maure wird mit Wirkung zum 4. April Chef des größten russischen Pkw-Herstellers Avtovaz, dessen Produkte in Deutschland unter der Marke Lada verkauft werden. Der 55-jährige Franzose löst laut einer Mitteilung der Renault-Nissan-Allianz, die über die Holding Rostec Auto den Hersteller mehrheitlich kontrolliert, den Schweden Bo Anderson ab, der seit 2013 im Amt war.
Maure ist derzeit Leiter aller Geschäftsaktivitäten von Renault in Rumänen und zugleich Vorstandschef des Autobauers Dacia, einer 100-prozentigen Renault-Tochter. Vor seiner Führungsverantwortung in Rumänien war Maure als Renault-Vorstand für die weltweite Produktion und davor für den Bereich Antriebsstrang zuständig. Im Renault-Konzern ist der Franzose seit dem Jahr 2000, zuvor arbeitete er bei verschiedenen Zulieferern.
Nach den Worten von Carlos Ghosn, dem Chef der Renault-Nissan-Allianz, soll Maure den von seinem Vorgänger Anderson eingeschlagenen Weg der Modernisierung von Avtovaz-Lada fortsetzen. Dieser macht sich bereits in einer Modernisierung der Modelle und des Produktionsprozesses bemerkbar. Renault-Nissan sei trotz der aktuellen Herausforderungen des russischen Marktes optimistisch, Avtovaz in Russland als führende heimische Automarke wieder erfolgreich zu machen.
Im Zuge der Modernisierung der Produkte hatte Anderson allerdings auch auf Zulieferer außerhalb Russlands gesetzt. Angesichts des schwachen Wechselkurses des Rubel verteuert dieser Teilezukauf nun aber die Autos. Eine Aufgabe Maures wird es deswegen sein, wieder stärker mit russischen Partnern zusammenzuarbeiten. Im vergangenen Jahr waren die Lada-Verkäufe um 31 Prozent gesunken, der Gesamtmarkt hatte allerdings sogar 35,7 Prozent verloren.
Neuer Dacia-Chef benannt
Die Funktion von Maure als Dacia-Chef übernimmt laut einer Mitteilung von Renault ebenfalls mit Wirkung zum 4. April Yves Caracatzanis. Der 51-jährige Logistiker ist seit 1992 für Renault tätig und durchlief seither zahlreiche Funkionen im Konzern. Seit 2013 hatte er die Verantwortung für Produktion und Lieferketten der Fabriken in der Region Euroasien.
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